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In frischer Landluft sanft getrocknet

Ende 2004 beginnt Urs Frühauf damit, auf dem einst von den Eltern seiner Frau Christine Frühauf-Blum bewirtschafteten kleinen Heimet Grünboden ob Pfaffnau einen ganz speziellen Verarbeitungsbetrieb aufzubauen. Er verarbeitet zuerst frische Schweizer Biobohnen zu Dörrbohnen. Bald folgen getrocknete Rüebli, Sellerie, Lauch, Früchte und das Eingemachte sweet & sour.

 

Die Schweizer Dörrbohnen werden von Urs Frühauf auf dem Pfaffnauer Grünboden ebenso wie seine feine Mischung von Trockengemüse nicht mit Hitze gedörrt, sondern bei warmen 35 Grad mit frischer Landluft sanft getrocknet. Die Biobohnen pro specie rara kommen aus der Region Pfaffnau und das Gemüse aus der Grossregion Mittelland. Und der Schrank zum sanften Trocknen von Beat Pulver aus Gümligen.

 

In den grossen Trockenschränken werden Bohnen, Gemüse und Früchte bei nur 35 Grad getrocknet. Ein sinnvolles Verfahren, das Beat Pulver auf Lebensmittel adaptierte, nachdem er zuvor Anlagen für Heutrocknungen auf den Höfen gebaut und verkauft hatte. «Das Trocknen von Heu und Mais mit nur 35 Grad Lufttemperatur haben wir vor 30 Jahren zusammen mit einem Ingenieur-Agronom entwickelt und erfolgreich lanciert», erzählt Pulver. «Mit dieser Einrichtung gab es Superheustöcke. Die Kühe frassen das Heu sehr gerne und der Bauer konnte beim Heutrocknen Energie sparen.» Doch der erfolgreiche Verkauf dieser Anlage stockte von Anfang an. Es brauchte zuviel Überzeugungsarbeit, obwohl man berechnen konnte, dass sich die Investition dank Energiesparen und besserer Futterqualität schnell amortisiert hat.

Gewiefter Tüftler

Beat Pulver war in der Firma als Lüftungszeichner tätig und er ist heute noch begeistert von seinem damaligen Kollegen, dem Ingenieur-Agronom, seinem Chef. «Ein äusserst innovativer Mensch», erinnert sich Pulver. «So kam es, dass wir im Auftrag von Kodak in Renens für den Fotoexpressdienst einen lufttechnischen Raum einrichteten. Die Fotos trockneten in diesem 30 Meter langen Raum schneller. Und es sah sehr aufregend aus. Der Chef, ein Klimaingenieur, war stets darauf aus, mit möglichst wenig Energie zu trocknen. Er brauchte bloss 35 Grad warme Luft.»

 

So erlebte Pulver die grossartige Entwicklungsarbeit in verschiedenen Bereichen mit. «Die grosse Herausforderung war stets, die Wirkung der Luft, die ja nicht sichtbar ist, zu messen. Jedes Produkt, das draussen wächst, schützt sich vor dem Austrocknen. Wir bauten deshalb erst durchsichtige Trockner aus Plexiglas und gaben wahlweise 35 Grad, 45 Grad oder 55 Grad warme Luft dazu. Dann konnten wir sehen, wie sich beispielsweise ein Minzenblatt bei 50 Grad innert Minuten zu einer Zigarre zusammenrollte, die innen niemals trocknete. Daraus lernten wir die Zusammenhänge erkennen. Das war unheimlich spannend.»

 

Ein kleiner Unterschied mit grosser Wirkung. Das in der Anlage von Urs Frühauf bei 35 Grad sanft und langsam getrocknete Kilo Frischbohnen hat zu 100 g Dörrbohnen getrocknet seine natürlichen Vitalstoffe nicht verloren und die Dörrbohnen schmecken wunderbar würzig.

Lohnverarbeiter und neue Produktlinie

Heute trocknet Urs Frühauf nicht nur für seine eigene BioManufaktur Gourmetgenuss vom Grünboden. Er verarbeitet in seinen Trockenschränken als Lohnverarbeiter im Auftrag auch Lieferungen von Biobäuerinnen und Biobauern aus der ganzen Schweiz. Und die Dörrbohnen der Biofarm Genossenschaft. Zudem lancierte er im Herbst 2005 erfolgreich eine eigene neue Produktlinie mit eingemachtem Schweizer Wurzelgemüse, Zucchetti und Kürbis.

 
 
 
 
 
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