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Zucht von Walliser Landschafen

Urs und Christine Frühauf-Blum haben auf dem Grünboden eine kleine Zucht von Walliser Landschafen aufgebaut. Im Durchschnitt leben 15 Mutter- und Jungtiere der alten ProSpecieRara-Rasse auf dem Biobetrieb ob Pfaffnau.

 

Im Nutztierpasskompass von ProSpecieRara wird das Walliser Landschaf so präsentiert: «Die schöne, urtümliche Schafrasse aus den Walliser Alpen stand Mitte der achtziger Jahre kurz vor dem Aussterben. Angesichts ihrer wiederentdeckten, vielfältigen Qualitäten hat sie neue Liebhaber gefunden und wird nun vermehrt von Schafhalterinnen und -haltern in der ganzen Schweiz gewählt.»

 

Zu diesen «Aktivisten» gehören auch Urs und Christine Frühauf vom Pfaffnauer Grünboden. Sie halten 15 bis 20 Exemplare der alten Rasse auf ihrem Biobetrieb. Ab und zu ist zudem der Bock für ein paar Wochen auf dem Grünboden zu Gast. Frühaufs betreiben einen kleinen, aber feinen Zuchtbetrieb. «Wir möchten damit einem vom Aussterben bedrohten Nutztier eine Zukunft geben, die alte Rasse vor dem Verschwinden bewahren und einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen», sagen die beiden dazu.

 

Aber auch für den Biobetrieb selbst sehen sie praktische Vorteile und Nutzen: «Das Walliser Landschaft lasst sich im Baumgarten prima für die sanft-natürliche Landschaftspflege einsetzen. Das mit seiner faserigen Struktur insgesamt zarte Lammfleisch ist zudem eine Nischenspezialität – und für Fleischesser ein Genuss. Fell und Wolle lassen sich zu wertvollen Produkten verarbeiten.» Und last but not least: «Die muntere Schar erfreut täglich und macht die Züchter stolz!»

 

Als ProSpecieRara Mitte der 1980er Jahre zusammen mit Züchtern ein Erhaltungsprojekt startetet, stand das Walliser Landschaf kurz vor dem Aussterben. Man fand damals nur noch wenige Tiere, mit denen aber der Wiederaufbau gestartet werden konnte – und bestens gelang. 1994 wurde der Zuchtverein gegründet, der 1998 die Anerkennung der Walliser Landschafe als Schweizer Rasse beim Bund bewirken konnte. Heute ist «das Rote aus dem Walliser» in den meisten Regionen der Schweiz vertreten.

 

Frühaufs arbeiten auf dem Grünboden eng mit dem nationalen Zuchtverein zusammen. Er bietet unter anderem Kurse zur Haltung der Walliser Landschafe an. Christine Frühauf: «Wir sind natürlich ständig am Lernen und haben auch schon einige ‚Lehrplätze’ hinter uns. Die Zucht ist eine Herausforderung, an der wir gerne wachsen.»